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Hausmittel & Vorbeugen

Abfluss nach Urlaub oder Leerstand

Wochenlang kein Wasser in den Rohren, das bleibt nicht folgenlos. Geruchsverschlüsse trocknen aus, Reste im Siphon faulen, Beläge härten. Mit einer kleinen Runde durch Küche, Bad und Keller bringen Sie die Abflüsse wieder in Gang und erkennen früh, ob sich hinter einem muffigen Geruch mehr verbirgt.

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Was ist nach langer Abwesenheit mit den Abflüssen zu tun?

Jeden Ablauf mit Wasser durchspülen, damit der Geruchsverschluss wieder gefüllt ist. Dabei auf Geruch, Gurgeln und Wasserstand achten. Bodenabläufe und selten genutzte Waschbecken besonders beachten. Bleibt der Geruch oder läuft Wasser schlecht ab, liegt meist mehr als ein ausgetrockneter Siphon vor.

Einfamilienhaus mit Garten, Terrasse und Fallrohr – zum Fuchs-Tipp „Abfluss nach Urlaub oder Leerstand“

Warum Abflüsse bei Leerstand austrocknen

  • In jedem Siphon steht ein Wasserpfropfen, der Kanalgase im Rohr hält. Verdunstet er, weil lange niemand Wasser einlässt, entsteht freie Bahn für Gerüche aus der Leitung. Besonders trifft das Bodenabläufe im Keller, Waschbecken im Gästebad und Ablaufstellen in Gewerberäumen. Bei jedem dieser Abläufe fehlt das Sperrwasser unbemerkt, bis der erste Geruch auftaucht.

  • Wärme beschleunigt die Verdunstung, Zugluft und Heizungsnähe ebenfalls. Auch Waschmaschinen- und Spülmaschinen-Anschlüsse am Siphon leeren sich mit der Zeit. Der Geruch ist unangenehm, aber noch kein Schaden. Er zeigt lediglich, dass der Wasserverschluss nicht mehr dicht ist. Je trockener die Raumluft, desto schneller verschwindet der Wasserspiegel im Siphon, weshalb Ferienwohnungen und Gästebäder besonders auffallen.

So füllen Sie Geruchsverschlüsse wieder auf

  • Lassen Sie in jedem Waschbecken, jeder Dusche und Wanne einige Zeit Wasser laufen, bis klar abfließt. Bei Bodenabläufen gießen Sie mehrere Liter nach, damit der Verschluss wieder gefüllt ist. Betätigen Sie die WC-Spülung mehrfach und lassen Sie auch Spülmaschine und Waschmaschine einmal laufen. Beginnen Sie am besten im Keller und arbeiten sich nach oben.

  • Sehen Sie dabei unter das Becken, ob der Siphon dicht ist. Tritt Wasser an Verschraubungen aus, ziehen Sie sie nach. Bleibt ein muffiger Hauch zurück, kommt der Geruch aus dem Abfluss oft aus einem Siphon, der noch nicht wieder ganz gefüllt ist.

Fuchsregel nach der Abwesenheit

  • Jeden Ablauf im Haus mit Wasser durchspülen.
  • Bodenabläufe im Keller mehrere Liter nachfüllen.
  • Auf Geruch, Gurgeln und Farbe des Wassers achten.
  • Rost, Schlamm und Flusen im Ablauf entfernen.
  • Bei bleibendem Geruch keine Chemie einsetzen.

Was sich im Rohr während der Pause ändert

Ohne Spülung setzen sich Fett, Seifenreste und Haare fester an die Wand. Im Siphon können Reste zu fauligem Schlamm werden. Beim ersten Wasserschwall lösen sich manchmal Brocken und treiben in engere Stellen. Das erklärt, warum ein Abfluss nach der Pause plötzlich langsamer läuft. Das ist harmlos, solange es nach kurzer Zeit wieder aufhört.

Bodenablauf und Keller gesondert prüfen

Heben Sie den Rost oder Einsatz aus dem Bodenablauf und schauen Sie nach Schlamm, Sand und Flusen. Entfernen Sie Schmutz mit Handschuhen, spülen Sie nach und achten Sie auf Geruch. Zum Reinigen des Bodenablaufs gehört, den Einsatz zu lösen und den Siphon darunter zu leeren. Wiederholen Sie das Spülen mit frischem Wasser, bis nichts Trübes mehr abläuft.

Hat ein Gebäude Hebeanlage oder Rückstauklappe, sollten Sie deren Funktion prüfen, bevor der erste Starkregen kommt. Die Technik arbeitet nur, wenn sie gewartet wird. Sehen Sie Wasser im Schacht, das nicht abgepumpt wird, ist die Anlage ein Fall für den Fachbetrieb. Eine Anlage, die monatelang stillstand, sollte vor der Wiederinbetriebnahme einen Funktionstest bekommen.

Wenn der Geruch bleibt oder Wasser steht

  • Riecht es nach dem Auffüllen weiter, kann ein trockener Siphon nicht die alleinige Ursache sein. Mögliche Gründe sind Beläge im Rohr, ein undichtes Stück oder eine fehlende Belüftung der Leitung. Auch ein Fremdkörper im Siphon kommt in Betracht. Eine Taschenlampe hilft beim Blick in den Siphon und in die Ablauföffnung.

  • Steht das Wasser nach dem Spülen oder gurgelt es in mehreren Abflüssen, ist eine Engstelle wahrscheinlich. Dann helfen Siphonreinigung und Saugglocke, und danach eine Kamera. Wenn Sie sich unsicher sind, nehmen Sie lieber keine Chemie, sondern lassen den Befund aufnehmen.

Wasser steht und will nicht weg? Anrufen.01579 2842376

Der Fuchs fragt nach

  1. Wie lange dauert es, bis ein Siphon austrocknet?

    Das hängt von Wärme, Zugluft und Wassermenge ab. In geheizten Räumen verdunstet das Sperrwasser schneller, in kühlen Kellern langsamer. Einen festen Zeitraum kann man nicht nennen. Als Faustregel gilt: Je länger ein Ablauf ungenutzt bleibt, desto eher sollten Sie ihn vor der Nutzung prüfen und auffüllen.

  2. Soll ich vor dem Urlaub etwas vorbereiten?

    Gießen Sie vor der Abreise Wasser nach, besonders in Bodenabläufe, und lassen Sie keine Speisereste im Siphon zurück. Ein Löffel Öl auf dem Sperrwasser bremst die Verdunstung, ist aber nicht für Lebensmittelbereiche gedacht. Wer jemanden bittet, gelegentlich zu spülen, ist noch sicherer.

  3. Was bedeuten braune Brühe und Rostteilchen im Wasser?

    Sie stammen meist aus Metallrohren, wenn das Wasser lange stand. Wasser einige Zeit laufen lassen, dann wird es klar. Bleibt es bräunlich oder treten Teilchen auf, liegt Korrosion oder Ablagerung in der Leitung nahe. Eine Kameraprüfung zeigt, wie weit sie fortgeschritten ist.

  4. Kann ich selten genutzte Abläufe dauerhaft schützen?

    Ja, mit regelmäßigem Nachfüllen von Wasser, etwa bei jedem Gang in den Keller. Spezielle Trockensiphons mit Klappe oder Membran verhindern Austrocknung ebenfalls, müssen aber sauber eingebaut werden. Fragen Sie dazu eine Fachkraft, wenn ein Ablauf kaum genutzt wird.

Erst die Stelle, dann das Werkzeug.

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