Wie fließt das Wasser der Waschmaschine ab?
Die Maschine pumpt das Waschwasser über einen Schlauch in ein Standrohr oder in einen Siphon mit Anschlussstutzen. Von dort fließt es in die Abflussleitung. Der Pumpstoß ist kräftig, deshalb muss der Weg frei sein. Sonst staut sich das Wasser und findet seinen Weg nach oben.
Das Standrohr hat einen Siphon, der Gerüche zurückhält, und ist oft mit dem Schlauch nur lose verbunden. So kann Luft nachströmen. Sitzt der Schlauch zu fest im Rohr, entsteht ein Unterdruck, der das Abfließen bremst. Auch ein Knick im Schlauch senkt die Leistung. Wird der Schlauch zu hoch geführt, kämpft die Pumpe zusätzlich gegen die Höhe an, und das Wasser läuft langsamer ab.
Welche Ursachen kommen in Frage?
Meist sitzen Flusen und Fasern im Siphon, vermischt mit Waschmittel- und Weichspülerresten, die zu einer schleimigen Masse verkleben. Sie verengen den Weg, bis das Abpumpwasser nicht mehr durchpasst. Dazu kommen Kalkbeläge und Fremdkörper wie Münzen aus Hosentaschen.
Ein anderer Grund ist eine Verstopfung weiter hinten in der Leitung. Gurgelt es zugleich im Waschbecken oder steigt Wasser an einem zweiten Abfluss, ist die gemeinsame Leitung betroffen. Dann hilft Reinigen am Waschmaschinenanschluss allein nicht, und Sie sollten den Fachbetrieb einplanen. Notieren Sie, bei welchem Programmschritt es passiert, das erleichtert die Einordnung.
Fuchsregel für die Waschmaschine
- Ablaufschlauch locker ins Standrohr stecken, nicht abdichten.
- Schlauch auf Knicke und Ablagerungen prüfen.
- Waschmittel nach Herstellerangabe dosieren.
- Siphon am Anschluss zweimal im Jahr reinigen.
- Keine chemischen Reiniger in Siphon oder Standrohr.
Wie prüfe ich Schlauch und Standrohr?
Stellen Sie die Maschine aus und drehen Sie den Wasserhahn zu. Ziehen Sie den Ablaufschlauch aus dem Standrohr und prüfen Sie, ob er geknickt ist oder innen Ablagerungen trägt. Halten Sie Eimer und Lappen bereit, es kann Restwasser austreten. Der Schlauch sollte locker im Rohr sitzen, ohne dicht zu schließen.
Wie reinige ich den Siphon sicher?
Bei einem Siphon unter dem Waschbecken oder an der Wand stellen Sie einen Eimer darunter, schrauben die Überwurfmutter von Hand auf und nehmen den Becher ab. Danach leeren und spülen Sie den Becher und schrauben ihn mit unbeschädigter Dichtung wieder an. Dieselben Handgriffe gelten für den Siphon unter der Spüle, den man ebenfalls über einem Eimer abschraubt. Stehendes Wasser schöpfen Sie vorher aus.
Verwenden Sie keine chemischen Rohrreiniger. Wurde bereits einer eingesetzt, öffnen Sie den Siphon nicht, sondern lüften Sie und nennen der Fachkraft das Mittel. Erwarten Sie auch nicht, dass heißes Wasser verklebte Flusen sicher löst. Sitzt der Siphon fest oder ist die Dichtung beschädigt, überlassen Sie das einer Fachkraft.
Wie beuge ich dem Überlaufen vor?
Dosieren Sie Waschmittel und Weichspüler nach Herstellerangabe, denn Überschuss setzt sich als Schleim in den Rohren ab. Ein Flusenfilter am Abpumpschlauch fängt Fasern ab, und regelmäßiges Waschen bei hoher Temperatur löst Beläge in der Maschine selbst. Prüfen Sie Hosentaschen vor dem Waschen.
Reinigen Sie den Siphon am Waschmaschinenanschluss in festen Abständen, etwa zweimal im Jahr. Wer im Keller wäscht, kontrolliert zusätzlich den Bodenablauf, und leert dabei den Schlammeimer, wie es beim Reinigen des Bodenablaufs im Keller üblich ist. So bleibt der Weg für das Abpumpwasser frei.
